SO FUNKTIONIEREN WIR
Ein Prozess aufgebaut
rund um den Architekten.
Ein Bauprojekt scheitert nicht an der Konstruktion selbst, sondern an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Fachbereichen – lange bevor das erste Bauteil gefertigt ist. Der Statiker vereinfacht die Geometrie. Der Fertigungsbetrieb standardisiert die Details. Der Monteur improvisiert vor Ort.
HFS hat einen Prozess entwickelt, der diese Lücken gezielt schließt. Vier Phasen, jede mit einer klar definierten technischen Verantwortung – und ein roter Faden, der sich durch alle Phasen zieht.
01
FRÜHES STADION
Konzept Evolution
Wir setzen uns mit der Idee auseinander. Nicht um zu beurteilen, ob sie realisierbar ist – diese Frage kommt später –, sondern um zu verstehen, was sie werden will. Die Geometrie, die Atmosphäre, die strukturelle Absicht. Wie Kräfte durch die Form wirken wollen. Wie Materialien mit ihr fließen können, anstatt ihr aufgesetzt zu werden.
In der Praxis bedeutet das, dass wir frühzeitig im Planungsteam sind. Wir nehmen an den Besprechungen teil. Wir kommentieren die Zeichnungen. Wir stellen die Fragen, die in der Angebotsphase auftauchen, falls sie jetzt noch niemand stellt – und zwar solange, solange die Antworten noch kostengünstig sind. Welche Kurve ist tragend und welche dient der Verkleidung? Wo trifft der Faserverbundwerkstoff auf die Primärstruktur? Welche Toleranzanforderungen gelten an der Verbindung, und stehen diese im Widerspruch zur Wickelgeometrie?
Das Ergebnis dieser Phase ist kein Bericht. Es ist eine gemeinsame technische Sprache zwischen HFS und dem Designteam – die Grundlage, auf der jede nachfolgende Entscheidung getroffen wird, ohne die ursprüngliche Idee aus den Augen zu verlieren.
LIEFERBAR
Strukturelle Konzeptbeiträge, Materialeignungsprüfungen und frühzeitiges Feedback zur Fertigung werden in den Designentwicklungsprozess integriert.
„Wir stellen die Fragen, die sich in der Ausschreibungsphase ergeben – solange die Antworten noch kostengünstig sind.“
02
DESIGNENTWICKLUNG
Material Choreographie
Jede Faser hat eine bevorzugte Richtung. Jede Krümmung folgt einer strukturellen Logik. Die Aufgabe dieser Phase besteht darin, diese beiden Aspekte in Einklang zu bringen – und die Punkte zu finden, an denen die Hybridisierung etwas erzeugt, was keines der Materialien allein erreichen könnte.
Wir ermitteln, wo die Fasern der Krümmung folgen, wo das Holz den stabilen Kern bildet, gegen den die Wicklung gespannt werden muss, wo Metallschnittstellen unvermeidbar sind und wie diese detailliert ausgeführt werden, damit das Verbundlaminat sauber abschließt. Wir legen die Schichtfolgen und Faserorientierungen nicht als Standard-Laminatpläne aus einem Katalog fest, sondern als Reaktion auf die tatsächliche Belastung und die Geometrie dieses spezifischen Projekts.
Das Ergebnis ist eine Materialspezifikation mit struktureller Bedeutung. Jede Schicht hat ihren Sinn. Jeder Faserwinkel lässt sich erklären und bei der Detailkonstruktionsprüfung begründen.
LIEFERBAR
Materialspezifikation, Faserorientierungskarte, Dokumentation der Schichtarchitektur, Details zur Schnittstelle des Hybridsystems.
„Jeder Faserwinkel kann erklärt und bei der Detailkonstruktionsprüfung verteidigt werden.“
03
HERSTELLUNG
Herstellung Logik
How will this curve be wound? How will this node be layered? How do we achieve the connection detail without interrupting the fiber continuity that gives the component its structural integrity? These are not questions for the site — they are questions for the workshop, resolved before a single roving is placed.
Fabrication logic is the translation layer between digital geometry and physical reality. It is where the beauty of a parametric form confronts the constraints of machine kinematics, curing cycles, and mould release. HFS resolves this translation in-house, with full control over the outcome.
IN-HOUSE CAPABILITY
3D Print Department
Before a single fiber is wound, we print. Our in-house 3D printing department produces physical geometry studies, mandrel mock-ups, and connection prototypes at a fraction of the cost and time of full-scale production. A node detail that looks resolved on screen gets printed, held, assembled — and either confirmed or corrected. Winding paths are verified on printed mandrel geometries before machine time is committed. The result: a fabrication process that arrives at the first real component with the uncertainty already resolved.
IN-HOUSE CAPABILITY
Winding Robot — Research & Limits
Our robotic winding cell is not only a production tool — it is a research instrument. We use it actively to explore the outer limits of what is geometrically and structurally achievable with continuous fiber winding. Which geodesic paths remain stable across double-curvature surfaces? Where does the fiber lose tension and what does that mean for the laminate? What happens when winding parameters are deliberately pushed beyond standard envelopes? The answers to these questions feed directly back into project work — as knowledge that cannot be found in a textbook, because it was produced here.
LIEFERBAR
Wickelprogramme, Fertigungsdokumentation, verifizierte Prototypen, Form- und Dorngeometrie, Struktursimulation der Faserplatzierung.
„Wissen, das man in keinem Lehrbuch findet – weil es hier entstanden ist.“
04
LIEFERUNG
Lieferung in der Praxis
Ein Bauteil verlässt die Werkstatt mit präziser Geometrie, nachgewiesener Tragfähigkeit und dokumentierter Oberflächenspezifikation. Auf der Baustelle trifft es jedoch auf einen Bauprozess mit eigenen Toleranzen, eigener Abfolge und eigener Logik – der nicht für dieses Bauteil konzipiert wurde.
Hier scheitern die meisten Verbundbauprojekte an ihren Versprechen. Das Faserelement wird geliefert. Die Verbindungsdetails erfordern eine Anpassung, die niemand vorhergesehen hat. Die Montagereihenfolge kollidiert mit dem Programm der Primärstruktur. Die im Workshop spezifizierte Oberflächenbeschaffenheit hält den Belastungen auf der Baustelle nicht stand.
HFS bleibt bestehen. Wir erstellen die Installationsdokumentation, koordinieren die Arbeiten mit den für angrenzende Gewerke zuständigen Auftragnehmern und überwachen die Montage der Verbundbauteile vor Ort. Die technische Verantwortung, die bereits in der Konzeptphase begann, endet nicht am Werkstor – sie endet erst, wenn das Bauteil installiert ist und wie geplant funktioniert.
LIEFERBAR
Installationsdokumentation, Baustellenkoordination, Bauleitung vor Ort, Qualitätskontrolle und Übergabedokumentation für Verbundelemente.
„Die technische Verantwortung endet nicht am Werkstor.“
DER HFS-UNTERSCHIED
„Eine Partei. Vier Phasen. Keine Kluft zwischen Idee und Objekt.“