MATERIALIEN
Womit wir arbeiten
FASERN

FLACHS
Feine Textur, präzise Verarbeitbarkeit. Ideal für exponierte Oberflächen mit hohen ästhetischen Ansprüchen – Verkleidungen, Innenauskleidungen und sichtbare Verbundelemente.

HANF
Hohe Zugfestigkeit, geringes Gewicht, biobasiert. Primärfaser für statisch beanspruchte Bauteile – Fassaden, Hüllen und Gehäuse, wo Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammentreffen.

JUTE
Unverwechselbare Oberflächenstruktur. Für Projekte, bei denen das Material sichtbar und integraler Bestandteil des architektonischen Konzepts ist – Akustikpaneele, maßgefertigte Elemente und Kulturräume.

Sisal
Grobe, hochfeste Pflanzenfaser mit hervorragenden Rissüberbrückungseigenschaften. Wird in Zement- und Betonverbundwerkstoffen zur strukturellen Verstärkung eingesetzt – langlebig, feuchtigkeitsbeständig und vollständig biologisch abbaubar.

BASALT
Gewonnen aus vulkanischem Gestein. Hohe thermische Beständigkeit, ausgezeichnete chemische Beständigkeit und überlegene mechanische Eigenschaften – eine Brücke zwischen natürlichem Ursprung und technischer Leistungsfähigkeit.

GLAS
Vielseitig, kostengünstig und bewährt bei komplexen Geometrien. Wird häufig in Hybridverbundsystemen zusammen mit Naturfasern eingesetzt, um das Strukturverhalten zu optimieren.

KOHLENSTOFF
Außergewöhnliche Steifigkeit und Zugfestigkeit bei minimalem Gewicht. Für Bauteile, bei denen die strukturelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund steht – große Spannweiten, präzise Verbindungen und hochbelastete Elemente.

Aramid
Im Handel bekannt unter den Namen Kevlar und Twaron. Außergewöhnliche Schlagfestigkeit und Energieabsorption bei sehr geringem Gewicht – wird dort eingesetzt, wo dynamische Belastungen, Vibrationen oder Explosionsbeständigkeit strukturelle Anforderungen stellen.

GEMISCHTE FLIESEN
Verschiedene Rovings werden zu einem einzigen mehrfarbigen Roving gebündelt. Farbverhältnis und Kontrast werden Teil der visuellen Sprache des Verbundwerkstoffs – Strukturausdruck und Oberflächencharakteristik werden durch eine einzige Materialentscheidung bestimmt.

GEFÄRBTER FLACH
HFS hat ein eigenes Färbeverfahren für Flachsvorgarne entwickelt – das Ergebnis ist eine Strukturfaser mit einer gleichmäßigen, dauerhaften Farbe: geeignet für exponierte Verbundoberflächen, bei denen Material und Oberfläche eine Einheit bilden.






Farbmuster GEFÄRBTES FLACHS
MATRIX
BIOBASIERTES EPOXID
Epoxidharzsystem mit teilweise biobasierten Inhaltsstoffen – reduzierter Einsatz fossiler Rohstoffe, vollständig kompatibel mit Naturfaserrovings. Bevorzugt, wenn die Umweltverträglichkeit über den gesamten Lebenszyklus Teil der Projektbeschreibung ist.
EPOXIDHARZ
Hohe mechanische Leistungsfähigkeit, chemische Beständigkeit und ausgezeichnete Faser-Matrix-Haftung bei allen Fasertypen – natürlichen, mineralischen und technischen Fasern.
ZUSATZSTOFFE & BESCHICHTUNGEN
Flammschutzmittel und UV-Stabilisatoren können in das Matrixsystem integriert oder als Oberflächenbeschichtungen aufgebracht werden – ausgewählt, um die projektspezifischen regulatorischen und Expositionsanforderungen zu erfüllen.
HYBRIDSYSTEME
Faser + Holz
Naturfaserverbundwerkstoff umhüllt eine Holzunterkonstruktion – eine Kombination aus Wärme und Haptik sowie gezielter struktureller Tiefe.
FASER + METALL
Leichte Faserverbundwerkstoffe auf Stahl- oder Aluminiumrahmen. Präzise Verbindungsdetails für anspruchsvolle Tragwerks- und Fassadenanwendungen – die Kombination aus der Festigkeit von Metall und der Formbarkeit von Verbundsystemen.
FASER + BETON
Natürliche oder technische Fasern als verlorene Schalung oder integraler Oberflächenbestandteil im Beton – strukturelle Präsenz mit Materialausdruck.
MATERIAL & KLIMA
Natürliche Fasern tragen
einen Bruchteil des Kohlenstoffs.
Jedes Kilogramm Konstruktionsmaterial birgt einen gewissen CO₂-Fußabdruck – das CO₂, das bei der Gewinnung, Verarbeitung und Herstellung freigesetzt wird. Naturfaser- und Hybridfaserverbundwerkstoffe weisen einen vergleichsweise geringen CO₂-Fußabdruck auf. Unter Berücksichtigung der biogenen Kohlenstoffbindung können sie sogar als Netto-Kohlenstoffspeicher fungieren.
MATERIAL
kg CO₂E pro kg — relative Skala
WERT
ALUMINIUM
Primärproduktion
8,2 kg
CO₂e / kg
STAHL
Sauerstoffofen
2,9 kg
CO₂e / kg
GLASFASER
Standard-Verbundwerkstoff
2,5 kg
CO₂e / kg
BASALT
Vulkanische Mineralfaser
0,8 - 1,2 kg
CO₂e / kg
BETON
Standardmischung, verstärkt
0,36 kg
CO₂e / kg
HOLZ
Gesägtes Holz / Brettschichtholz
0,4 kg
CO₂e / kg
Netto-Kohlenstoffspeicher
HANF / FLAS
inkl. CO₂-Sequestrierung
-0,5 - 0 kg
CO₂e / kg
HANF / FLAS
HFS-Naturverbundwerkstoff
0,4 - 0,9 kg
CO₂e / kg
VS. ALUMINIUM
−94 %
Naturfaserverbundwerkstoffe emittieren bis zu 94 % weniger graue Kohlenstoffpartikel pro Kilogramm im Vergleich zu Primäraluminium – dem Strukturmaterial mit den höchsten Klimakosten.
VS. STAHL
−80 %
Hanf- und Flachsverbundwerkstoffe erzeugen rund 80 % weniger Emissionen als herkömmlicher Baustahl – und bleiben dabei hinsichtlich des Festigkeits-Gewichts-Verhältnisses wettbewerbsfähig.
LEBENSZYKLUSPOTENZIAL
CO₂
Waschbecken
Unter Einbeziehung der biogenen Kohlenstoffbindung können Naturfaserelemente als Netto-Kohlenstoffspeicher fungieren – sie absorbieren während des Wachstums mehr CO₂, als bei der Produktion freigesetzt wird.
Beton erscheint pro Kilogramm gering – doch die Mengen sind enorm. Ein einziger Kubikmeter Stahlbeton setzt 300–400 kg CO₂e frei. Naturfaserverbundwerkstoffe ersetzen große Bauvolumen mit einem Bruchteil dieser CO₂-Emissionen, wodurch die Gesamtbelastung über den gesamten Lebenszyklus deutlich reduziert wird.
Daten: ICE-Datenbank v3.0, Universität Bath – Ben-Alon et al. (2021), Ökobilanz von natürlichen vs. konventionellen Bauelementen – ScienceDirect, Kohlenstoffgehalt von Holz vs. Stahl (2021) – CompositesWorld LCA Review (2024) – Ökobilanz von Basaltfasern: 0,8–1,2 kg CO₂e/kg gemäß Peer-Review-Studien (Azrague et al., 2016; ScienceDirect BFRP LCA, 2025). Die Werte beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den gesamten Lebenszyklus (von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor). Kohlenstoffbindung gemäß IPCC-Leitlinien zu biogenem Kohlenstoff. Die genauen Werte variieren je nach Produktionsmethode, Harzsystem und Energiemix. HFS empfiehlt für die formale Dokumentation eine projektspezifische Ökobilanz.